Kreditkarte und Debitkarte: Der Unterschied

Debitkarte und Kreditkarte
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Kreditkarten und Debitkarten sind die bargeldlosen Zahlungsmittel mit der größten Verbreitung in Deutschland und dem Euro-Raum. Doch wo genau liegen die großen und kleinen Unterschiede? Welche Vorteile und Nachteile haben die Kartentypen?

Der wichtigste Unterschied

Ein mit der Debitkarte ausgegebener Betrag wird direkt vom Girokonto abgebucht. Die mittels Kreditkarte ausgegebene Summe belastet zunächst den Kreditrahmen, der Einzug erfolgt am Monatsende per Kreditkartenabrechnung.

Mit einer Debitkarte wird also ein anderer Abrechnungsmechanismus verfolgt als mit einer vollwertigen Kreditkarte. Wenn ein Inhaber mit seiner Debitkarte bezahlt oder am Automaten Geld abhebt, erfolgt der Einzug direkt auf seinem Konto.

Der Besitzer einer Kreditkarte verfügt über einen Kreditrahmen und kann seine Karte mit hoher Akzeptanz im Inland und Ausland einsetzen. Alle über die Karte getätigten Transaktionen werden am Ende des Monats abgebucht.

Der wichtigste Unterschied zwischen einer Kreditkarte und einer Debitkarte ist: Letztere hat keinen Kreditrahmen. Jeder Umsatz wird unmittelbar vom Konto des Besitzers eingezogen.

Debitkarte gleich EC-Karte?

Beide Begriffe wurden lange Zeit synonym verwendet. Mittlerweile muss jedoch bei Debitkarten auf die genaue Bezeichnung geachtet werden, da es auch Debit-Kreditkarten gibt. Es gilt also, drei Karten miteinander zu vergleichen, um das geeignete Zahlungsmittel zu finden.

Debit- oder EC-Karte

Wie bereits erläutert, werden beim Bezahlen oder Geldabheben mit Debitkarte alle Umsätze sofort vom Konto abgebucht. Es besteht kein Kreditrahmen und die Verwendung ist häufig auf Deutschland bzw. Eurozone beschränkt. Beim Online-Shopping wird die Karte nicht akzeptiert, für die Beantragung ist ein Girokonto erforderlich.

Vollwertige Kreditkarte

Bei einer vollwertigen Kreditkarte kann ein mit der Bank vereinbarter Kredit- oder Verfügungsrahmen (bonitätsabhängig) ausgeschöpft werden. Die Abbuchung erfolgt am Monatsende auf der Grundlage der Kartenabrechnung. Kreditkarten kommen von global agierenden Anbietern und werden weltweit akzeptiert. Online Bezahlen ist möglich, es genügt zudem ein Kartenkonto, ein Girokonto ist nicht zwingend erforderlich.

Debit-Kreditkarte

Die Debit-Kreditkarte unterscheidet sich von der klassischen Debitkarte durch weltweite Akzeptanz und die Möglichkeit, online zu bezahlen. Ungeachtet der Bezeichnung ist mit der Karte kein Kreditrahmen verbunden. Ein Girokonto ist aber unbedingt erforderlich.

Getätigte Umsätze werden wie bei einer klassischen Debitkarte zeitnah abgebucht, die Transaktion verläuft jedoch von der Bank des Karteninhabers über das Institut des Herausgebers an den Empfänger. Die Debit-Kreditkarte unterscheidet sich von einer normalen Kreditkarte durch den fehlenden Zahlungsaufschub, der durch den Kreditrahmen gewährt wird.

Vorteilhaft ist die weltweite Einsatzmöglichkeit bei voller Kontrolle der Kosten. Online Shopping ist darüber hinaus mit einer Debit-Kreditkarte problemlos möglich.

Wer nach einem Zahlungsmittel mit hervorragender Akzeptanz bei optimaler Kostenkontrolle sucht, sollte die Debit-Kreditkarte der herkömmlichen Debitkarte vorziehen.

Vorteile einer Debit-Kreditkarte

Die Debit-Kreditkarte wird auch bei schwacher Bonität ausgestellt, während eine vollwertige Kreditkarte aufgrund des Kreditrahmens optimale Schufa-Auskunft voraussetzt. Inhaber von Debit-Kreditkarten besitzen somit vielfältig einsetzbare Karten von weltbekannten Anbietern, ohne irgendwelche Kreditverpflichtungen einzugehen. Diese Karten werden weltweit, auch von Autovermietungen akzeptiert.

Im Inland wird eine EC-Karte oder herkömmliche Debitkarte allen Anforderungen gerecht. Wer jedoch öfters Urlaub im Ausland macht oder gerne online einkauft, ist mit einer Debit-Kreditkarte besser bedient. Durch die absolute Kostenkontrolle werden die bei Kreditkarten gegebenen Kostenfallen vermieden. Die Debit-Kreditkarte ist eine Variante ohne Kreditaufnahme und mittlerweile in der BRD zunehmend verbreitet.