Volksbank Kreditkarten

Leistungen, Gebühren, Vor- & Nachteile im Vergleich

VolksbankVolksbanken (und Raiffeisenbanken) bilden neben Sparkassen und privaten Geschäftsbanken die dritte Säule des deutschen Bankensektors. Sie bieten seit jeher Privat- und Firmenkunden die gesamte Palette an Bankleistungen. Zahlungsverkehr und Kontoführung gehören dabei zum Kerngeschäft. In diesem Zusammenhang werden von der Volksabnken natürlich auch Kreditkarten angeboten.

Volksbank (zusammen mit den Raiffeisenbank, VR-Bank, Genossenschaftsbank, Spar- und Darlehenskasse) – die Bezeichnungen, unter denen die genossenschaftlichen Kreditinstitute in Deutschland auftreten, sind so vielfältig wie die Gruppe selbst. Gemeinsam ist ihnen die genossenschaftliche Rechtsform eG und das genossenschaftliche Prinzip. Knapp tausend Institute mit über zehntausend Zweigstellen gehören zur Gruppe.

Hinzu kommen noch besondere genossenschaftliche Banken wie die Sparda-Banken, die PSD-Banken oder die Kirchenbanken. Zusammen werden sie von mehr als 18 Millionen Mitgliedern getragen, die nicht nur Kunden, sondern auch Eigentümer ihrer Bank sind. Es handelt sich in diesem Sinne um echte „Volksbanken“. Sie bieten ihre Leistungen üblicherweise nur in der jeweiligen Region an, in der sie auch ansässig sind.

Kunden haben meist die Wahl: Mastercard oder Visa

meinevolksbank.de: so bewirbt die Volksbank Ihre Classic Kreditkarte

Jede Volksbank, Raiffeisenbank usw. ist ein rechtlich und in erheblichem Umfang auch geschäftspolitisch selbständiges Institut, das mit den anderen Genossenschaftsbanken im Rahmen eines Verbundes mehr oder weniger eng vernetzt ist. Das bedeutet: letztlich liegt es in der Entscheidungshoheit des einzelnen Instituts, welchen Kundengruppen welche Leistungen zu welchen Konditionen angeboten werden. Im Rahmen des Verbundes gibt es allenfalls Rahmenvorgaben oder -empfehlungen. Das gilt auch mit Blick auf das Angebot von Kreditkarten. Es macht daher einen Unterschied, ob die Kreditkarte von einer Volksbank in Berlin, Hamburg oder München ausgegeben worden ist.

Die Mehrzahl der Volksbanken bietet ihren Kunden wahlweise eine Mastercard oder eine Visa-Card an. Einige Institute beschränken sich auf Kreditkarten nur einer Kartengesellschaft. Mastercard und Visa sind die beiden international am weitesten verbreiteten Kartensysteme. Mastercard verfügt weltweit über rund 35 Millionen Akzeptanzstellen und zwei Millionen nutzbare Geldautomaten (GAA) für Barabhebungen, Visa über 24 Millionen Annahmestellen und 1,6 Millionen GAA. In Deutschland ist die Visa-Akzeptanz (ca. 500.000 Stellen) etwas größer als die Mastercard-Akzeptanz (ca. 450.000 Stellen). Ob Mastercard oder Visa-Karte – beide Karten bieten Ihnen breite Einsatzmöglichkeiten im In- und Ausland.

Keine einheitlichen Gebühren

Fast immer erfolgt die Kartenausgabe nur in Verbindung mit einer entsprechenden Geschäftsverbindung. Das heißt, Sie müssen bei der betreffenden Volksbank zumindest auch ein Konto unterhalten bzw. eröffnen. Viele Institute knüpfen die Kundenbeziehung außerdem an die Mitgliedschaft, das bedeutet u.a. den Erwerb von Genossenschaftsanteilen. Eine Kreditkarte ohne sonstige Kundenbeziehung zur Bank macht wenig Sinn bzw. ist de facto unmöglich. Kreditkarten werden sowohl Privatkunden, als auch Geschäfts- und Firmenkunden angeboten.

Die Selbständigkeit der einzelnen Volksbanken macht sich auch bei den Kreditkarten-Gebühren bemerkbar. Hier nutzen die Banken die von den Kartengesellschaften ermöglichten Gebührenmodelle jeweils nach ihren eigenen geschäftspolitischen Überlegungen. Von daher sind konkrete Angaben schwierig.

In der Regel berechnen die Banken ein Jahresgebühr, manchmal nach Kartenumsätzen gestaffelt. Üblich ist auch die Erhebung von umsatzabhängigen Gebühren für GAA-Abhebungen mit Mindestbeträgen. Ein umsatzabhängiges Auslandseinsatzentgelt (bevorzugt im Nicht-Euro-Raum) bei Karten-Verfügungen wird ebenfalls häufig berechnet. Die Höhe bestimmt die einzelne Bank selbst.

Trotz dieser Vielfalt und regionalen Unterschiede bei den Volksbanken gibt es beim Kreditkarten-Angebot einen mehr oder weniger einheitlichen Rahmen, an dem wir uns hier orientieren. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick.

Kreditkarten der Volksbank für Privatkunden

  • Kreditkarte Classic: bei der Basis-Version der Mastercard oder Visa-Karte der Volks- und Raiffeisenbanken steht die Zahlungsverkehrsfunktion im Mittelpunkt. Diese Karte wird häufig als ClassicCard oder Kreditkarte Classic vermarktet. Die Zusatzleistungen sind „schlank“ und beschränken sich üblicherweise auf den 24 Stunden-Sperrservice und den Notfallservice, der über die Kartengesellschaften Mastercard und Visa dargestellt wird.
  • Goldkarte: die Gold-Version der Kreditkarte läuft bei vielen Volksbanken unter der Bezeichnung GoldCard. Auch hierbei handelt es sich wahlweise um eine Mastercard oder Visa-Karte. Einige Institute bieten zum Teil auch noch Platin-Versionen an. Die Goldkarte umfasst über die Leistungen der Kreditkarte Classic hinaus noch ein Reiseversicherungspaket (Auslandsreise-Krankenschutz, Reiseserviceversicherung, Reiserücktritts- und Reiseabbruch-Versicherung, Verkehrs-Unfallversicherung und Auslandsschutzbrief). Außerdem wird bei Reise- und Urlaubsbuchungen über das Reiseportal Urlaubsplus eine siebenprozentige Rückvergütung auf die getätigten Kartenumsätze geboten.
  • BasicCard: diese Karte – ebenfalls wahlweise von Mastercard oder Visa – ist die Prepaid-Version des Kreditkartenangebotes der Volksbanken. Sie funktioniert ausschließlich auf Guthabenbasis und besitzt eine ähnliche Funktionalität wie „normale“ Kreditkarten. Einschränkungen beim Einsatz gibt es u.a. bei Mietwagenbuchungen. Das Angebot richtet sich vor allem an jüngere VR-Kunden (Schüler, Studenten, Azubis). Die Karte ist zum Teil bereits ab 12 Jahren erhältlich.
meinevolksbank.de: Eine Übersicht der verschiedenen Kreditkarten der Volksbank.

Angebote für Geschäfts- und Firmenkunden

Bei den Geschäfts- und Firmenkunden der Volksbanken handelt es sich typischerweise um Selbständige, Freiberufler und mittelständische Unternehmen. An sie richtet sich das BusinessCard-Angebot. Die BusinessCard kann vom Firmeninhaber, aber auch von Mitarbeitern genutzt werden und ist ggf. mit auf Geschäftsreisen nützlichen Zusatzleistungen wie Auslandsreisekrankenschutz, Unfallversicherung und Assistance-Leistungen ausgestattet.

Kreditkarten der Volksbank beantragen

Wie bereits dargestellt, setzen Kreditkarten von Volksbanken in der Regel eine bereits bestehende Kundenbeziehung voraus. Die Beantragung erfolgt im Normalfall in der Filiale vor Ort, viele Banken unterstützen die Beantragung Online.

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