Das richtige Girokonto für junge Leute (Jugendliche)

Junge Leute in der Gruppe
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Für junge Leute ist ein Girokonto nicht nur das Werkzeug, um ihre Finanzen zu regeln. Zugleich lernen sie über die Bankverbindung auch den Umgang mit Geld und machen so die ersten Schritte in das Erwachsenen-Leben. Deshalb ist die Wahl des richtigen Konto besonders wichtig.

Keine Kontoführungsgebühren

Junge Leute haben traditionell wenig Geld, ganz gleich, ob es sich um Schüler, Auszubildende oder Studierende handelt. Das Girokonto sollte deshalb keine Kontoführungsgebühren beinhalten, um das Guthaben nicht zu belasten. Offiziell gibt es viele Angebote, die kostenlos sind. Sie sollten jedoch die Konditionen im Detail lesen, um ganz sicherzugehen. Häufig gibt es eine Anforderung für einen minimalen monatlichen Gehaltseingang in Höhe von z.B. 1000 Euro. Damit können junge Leute in der Regel noch nicht dienen.

Geld an möglichst vielen Automaten abheben

Junge Leute nutzen ihr Girokonto sehr viel weniger für Überweisungen als es ältere Personen tun. Die Bankverbindung hat in der Hauptsache eine Aufgabe: Mit ihr sollen Rechnungen bezahlt werden. Im Alltag bedeutet dies, dass junge Leute vor allem Bargeld am Automaten ziehen. Viele Studierende kaufen beispielsweise drei bis vier Mal pro Woche im Supermarkt ein, geben dabei aber nur Kleinstbeträge aus, für die sich der Einsatz der Karte nicht lohnt.

Abhebungen an fremden Geldautomaten sind ausgesprochen kostspielig. Es ist deshalb wichtig, dass mit dem Girokonto eine EC-Karte kommt, mit der Sie oder Ihre Kinder an möglichst vielen Automaten kostenlos Bargeld ziehen können. Ein klassisches Beispiel hierfür die Banken der Cash Group, die 9000 entsprechende Geräte in der Bundesrepublik bereithalten.

Diesbezüglich ist auch zu beachten, dass viele Banken inzwischen zusätzliche Anlaufstellen zur Versorgung mit Bargeld anbieten, wie beispielsweise Supermärkte oder Shell-Tankstellen. Wenn ein Mindesteinkaufwert von z.B. 20 Euro überschritten wird, ist der Vorgang auch hier umsonst. Auf diese Weise wird ein Weg gespart.

Prepaid-Kreditkarte sollte enthalten sein

junge Frauen im Cafe
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Die Kreditkarte ist noch immer das beliebteste Zahlungsmittel im Internet. Zugleich wird sie weltweit akzeptiert und gestattet es, auch im Ausland gebührenfrei Geld vom Automaten abzuheben. Minderjährige können allerdings noch keine „klassische“ Kreditkarte erhalten, da diese mit einem Darlehen verbunden wäre, was gesetzlich nicht erlaubt ist. Junge Leute sollten aber trotzdem nicht auf die Vorzüge einer Kreditkarte verzichten – die Lösung ist ein Guthaben basiertes Angebot.

Es wird dabei Geld aufgeladen und lediglich dieser Betrag kann ausgegeben werden. Auch für Volljährige, die großen Wert auf Kostenkontrolle legen, ist diese Variante ratsam. Zu beachten ist lediglich, dass die Prepaid-Kreditkarte kostenfrei sein sollte. Viele Banken bieten sie zwar mit einem Girokonto an, verlangen im Gegenzug jedoch eine Jahresgebühr. Bei der Auswahl der Karte sollten Sie zudem beachten, dass moderne Sicherheitsverfahren wie z.B. Visa 3D-Secure die eigenen Daten bei Einkäufen im Netz schützen.

Mobile Nutzung per App

Häufig haben jüngere Menschen nur verhältnismäßig wenig oder überhaupt kein Geld dabei, weil sie zu lange nicht mehr am Automaten war. Das Smartphone ist jedoch treu an ihrer Seite. Viele Banken gestatten es inzwischen, dass Kontoinhaber über eine App mit dem Handy bezahlen. Dabei wird ein Code erzeugt, den beispielsweise die Lesegeräte an der Supermarkt-Kasse scannen können. Insbesondere Studierende nutzen diese Möglichkeit häufig. Auch kann das Girokonto im Ganzen mittlerweile bei vielen Banken über eine App verwaltet werden – auch das spricht vorallem junge Leute an.

Kontrollmöglichkeiten für die Eltern

Dieser Punkt gilt nur für Girokonten für Minderjährige. Viele Banken haben spezielle Kontrollmöglichkeiten für Eltern geschaffen. Diese erhalten beispielsweise einen eigenen Online-Banking-Zugang oder bekommen eine Push-Nachricht auf ihr Mobiltelefon, wenn die Bankverbindung des Kindes genutzt wird. Einerseits können Eltern auf diese Weise die Ausgaben ihrer Kinder im Auge behalten. Anderseits werden sie so auch gleich alarmiert, wenn es zu unbefugten Transaktionen kommt, weil das GiroKonto beispielsweise gekapert wurde.

Das richtige Girkonto für jeden Nutzer:
BeamteEinzelunternehmerSelbständige
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RentnerSchülerEnkel
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