Fidor Bank Girokonto

Die deutsche Fidor Bank AG versteht sich selbst als „Community Bank“ mit einer „Social Banking“ Komponente. Als Konto bietet die Direktbank das sogenannte „Fidor Smart Girokonto“ an. Die Bank verschreibt gezielt der Digitalisierung, was ich auch in den Leistungen und Konditionen wiederspiegelt.

Allgemeine Informationen zur Fidor Bank

Die Aktiengesellschaft wurde ursprünglich bereits im Jahr 2003 unter dem Namen „Kölsch Kröner & Co AG“ gegründet, nahm ihre eigentliche Tätigkeit als Bank aber erst mit der Neu-Firmierung zur Fidor Bank AG im Jahr 2009 auf. Zeitweise war die Bank an der deutschen Börse notiert, zum aktuellen Zeitpunkt (2018) ist das aber nicht mehr der Fall. Ebenso gingen einige kleinere Unternehmen im Laufe der Zeit in die Bank über, so beispielsweise die „Sparschwein Operations GmbH“.

Schon seit der offiziellen Gründung im Jahr 2009 ist „Fidor“ als Direktbank tätig, wobei sie sich nach eigenen Aussagen besonders stark auf die soziale Gemeinschaft hinter dem Banking und das Web 3.0 konzentriert. Daher tauchen in Verbindung mit der Bank auch immer wieder eigens geprägte Begriffe wie „Social Banking“ auf oder sie verwendet den Zusatz „Die Community Bank“. Offiziellen Angaben nach unterhält die Bank etwas mehr als 70 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt, die Geschicke werden aus der bayerischen Landeshauptstadt München gelenkt.

Aufgrund der Ausrichtung als Direktbank existiert kein klassisches Filialnetz. Das Produktportfolio umfasst neben dem Girokonto unter anderem noch Festgeldkonten, Kreditkarten oder Sparbriefe. Zudem wird die Social-Komponente beispielsweise durch Möglichkeiten für Social Trading, Social Lending oder Twitter-Überweisungen unterstützt. Die Unterstützung neuer digitaler Medien und mobiler Endgeräte wird bei der Fidor Bank also großgeschrieben und soll einen Gegenpol zum traditionellen Banking mit Filialen liefern.

Für wen eignet sich ein Konto bei der Fidor Bank?

Da es sich hierbei um eine Direktbank mit digitaler Ausrichtung handelt, sollten angehende Kunden der Fidor Bank ausreichend technisch versiert sein, um auf ein Filialnetz verzichten zu können. Wer stattdessen beleghafte Überweisungen nutzt oder häufiger eine Beratung am Serviceschalter in Anspruch nimmt, ist mit dem digitalen Girokonto weniger gut beraten.

Ebenso könnte die „Fidor“ eine gute Alternative für alle darstellen, die die Social-Komponente schätzen und beispielsweise im weiteren Verlauf noch Interesse am Social Trading oder Lending haben, welches ebenfalls in Verbindung mit dem Girokonto genutzt werden würde.

fidor.de: Teaser auf der Webseite der Fidor Bank

Weiteres zum „Fidor Smart Girokonto“

Das Girokonto ist das Einzige im Portfolio der Bank. Unterschiede beschieden lediglich in den Varianten „Privatkonto“ und „Geschäftskonto“, welche sich an die jeweiligen Zielgruppen richten. Nachfolgend soll einmal näher auf das Girokonto für Privatleute eingegangen werden, welches immer eine kostenfreie Kontoführung verspricht, unabhängig von der Nutzung oder spezifischen Geldeingängen.
Zudem hebt sich die Bank unter anderem durch automatisch integrierte Schnittstellen von anderen Banken ab. Diese dienen dazu Finanzexperten die Möglichkeit zu geben, die eigenen Produkte direkt an den Kontoinhaber des Fidor Girokontos zu vermitteln. Die Fidor Bank gibt an, dass ihr Konto in Deutschland das Einzige seiner Art darstellt, da diese Schnittstellen bei anderen Banken nicht unterstützt werden.

fidor.de: Das Girokonto der Fidor Bank ist kostenlos.

Seit dem Sommer 2018 betreibt die Bank in Kombination mit dem Girokonto außerdem eine Kooperation zu dem Barzahlen.de-Dienstleister. Dadurch lässt sich bei Partnern des Einzelhandels bis zu 3-Mal im Monat Bargeld abzuheben. Alle weiteren Abhebungen im Monat sind mit einer Gebühr verbunden. Die gleiche Kooperation ermöglicht es Kontoinhabern kleinere Beträge bei Filialen von Rewe, Real und Penny einzuzahlen. Höhere Einzahlungen müssen bei Fremdbanken vorgenommen werden und sind folglich mit Gebühren verbunden.

Ebenfalls erhalten Kunden eine Fidor SmartCard sowie eine Fidor Debit Mastercard. Ein Fremdwährungskonto existiert bei der Bank zwar, Zahlungen außerhalb des Euro-Raums sind dennoch mit einer Gebühr verbunden. Mit der Karte können zwei Bargeldabhebungen an Automaten pro Monat kostenfrei vollzogen werden. Alle weiteren Abhebungen sind mit einer Gebühr verbunden.

fidor.de: das sind die Vorteile im Überblick

Besonderheiten beim „Smart Girokonto“

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Fidor Bank auf einige Vorgänge Boni ausgibt. Hierbei handelt es sich um Geldbeträge, die direkt auf das Konto überwiesen werden, wenn der Kontoinhaber die jeweiligen Bedingungen erfüllt. Wer einen vorgegebenen Mindestgeldeingang sowie aktive Kartenzahlungen vorweist, würde beispielsweise einen Bonus von wenigen Euro im Monat erhalten. Ebenfalls werden solche Boni beispielsweise für diese Vorgänge gewährt:

  • Finanzprodukte anlegen
  • Geldfragen stellen oder diese beantworten
  • Geldexperten bewerten
  • Spartipp verfassen
  • Produkte bewerten

Die Vergütungen darauf bewegen sich meist im ein- bis zweistelligen Cent-Bereich und sind auf zweistellige Cent-Beträge im Monat begrenzt. Eine Ausnahme ist die Möglichkeit für Kontoinhaber Produktideen zu verfassen. Werden diese von der Fidor Bank umgesetzt, können damit drei- bis vierstellige Beträge verdient werden. Damit soll erneut der „Community-Aspekt“ bei der Fidor Bank gefördert werden. Generell richtet sich das Girokonto mit seinen Optionen zum Online- und Mobile-Banking definitiv an Kunden, die wenig mit Bargeld hantieren, sich vorwiegend im EU-Raum bewegen und ihr Banking digital ohne Filialnetz vollziehen können beziehungsweise wollen.

Überblick der Girokonto Anbieter
N26NetbankCommerzbank
VolksbankWüstenrot1822direkt
o2 BankingING-DibaNorisbank
DKBComdirectTargobank
SparkasseFidor BankHypoVereinsbank