Die richtige Kreditkarte für Gelegenheitsnutzer & Wenignutzer

Paar Shopping mit Kreditkarte
© Atelier 211 / Fotolia

Wenn Sie sich an einem langen Wochenende oder für einen Ausflug ein Fahrzeug mieten oder ein Sonderangebot eines Hotels buchen möchten, dann ist eine Kreditkarte unerlässlich. Die Kreditkarte für Gelegenheitsnutzer bzw. Wenignutzer sollte dann die Basisvorteile ohne kostentreibende Zusatzfunktionen bieten.

Achten Sie als Gelegenheitsnutzer bei der Auswahl und bei der anfänglichen Nutzung insbesondere auf die folgenden Leistungsmerkmale:

  • Möglichst eine Nutzbarkeit, die nicht auf wenige Länder oder Ländergruppen eingeschränkt ist. Sie sollte also anders als die V Pay Girocard der Postbank und anderer V Pay Institute nicht nur in Europa gelten
  • Auch als Prepaid-Variante sollte sie in einem der weltweit führenden Standards von American Express, Mastercard oder VISA ausgegeben werden
  • Überweisen Sie anfangs erst einmal zwei, drei kleinere Beträge und sehen Sie nach wie vielen Tagen (Wochenende beachten) die Beträge auf dem Kreditkartenkonto zur Verfügung stehen. Planen Sie dann den nächsten Einsatz rechtzeitig.

Prepaid-Kreditkarten ohne große Voraussetzungen zu bekommen

Gelegenheitsnutzer brauchen meist nicht die Kreditkarten-Varianten mit preistreibenden Zusatzmerkmalen wie Reiseversicherungen oder den Verkehrsmittel-Unfallschutz.

Insbesondere bei der ersten Kreditkarte empfiehlt es sich deshalb eine Prepaid-Variante zu nutzen. Dadurch, dass kein neues zusätzliches Kreditlimit über das Girokonto hinaus vergeben wird, wird die Gefahr des unkontrollierten Geldausgebens erheblich reduziert.

Da die Bestellung einfach und schnell geht, kann deshalb die Prepaid-Kreditkarte für Wenignutzer empfohlen werden. Diese gibt es oftmals sogar bei der Hausbank oder auch anderen Banken. Sie kann auch dazu dienen, sich an eine Kreditkarte und die zusätzlichen Möglichkeiten zu gewöhnen. Später können Sie ja noch immer auf eine klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen umsteigen.

Ein weiterer Vorteil ist konstruktionsbedingt: Da die Kreditkarte nur bei vorhandenem Guthaben in Anspruch genommen werden kann ist sie auch im Internet oder bei Auslandsreisen vollkommen sicher. Kommen Kreditkarte und PIN aus Unachtsamkeit zusammen abhanden, dann kann kein großes Guthaben „abgeräumt“ werden. Deshalb empfiehlt sich eine Prepaid-Modell auch für Reisen in Taschendiebstahl intensive Regionen.

Achtung: Auch wenn Sie mit den Prepaid-Modellen genauso einkaufen können, wie mit einer klassischen Kreditkarte, kann Sie nicht als Sicherheitshinterlegung dienen – z.B. wie Sie ein Auto mieten wollen o.ä.

Die Ausstellung einer Kreditkarte

Frau zahlt mit Kreditkarte
© StockRocket / Fotolia

Bei den Prepaid-Kreditkarten gibt es ganz unterschiedliche Varianten: Dies beginnt bei einer virtuellen Karte für das einkaufen im Internet, die aus einer vollständig durchgeführten Kontoeröffnung und einem elektronischen Datensatz besteht. Hier wird keine physische Kreditkarte ausgegeben, Einkäufe erfolgen durch Eingabe der Kartennummer und PIN.

Die zweite Variante der Prepaid-Kreditkarten ist eine echte als Kreditkarte ausgegebene Variante: Sie verfügt über einen Magnetstreifen und einen Chip, so dass sie vollwertig in der Online-Welt und auch direkt in den Geschäften einsetzbar ist.

Unser Tipp lautet deshalb: Vergewissern Sie sich vor Beantragung, dass auch wirklich eine Kreditkarte ausgegeben wird und es sich nicht nur um einen Datensatz handelt!

Die Kostenstrukturen

Die Führung eines Kreditkartenkontos inkl. der Aufbewahrung der Kontoeröffnungsunterlagen, der Identitätsprüfung und der monatlichen Abrechnungserstellung ist für den Kreditkartenherausgeber in allen Fällen aufwendig. Auch wenn nur vergleichsweise wenige Transaktionen abgerechnet werden. Im Markt haben sich deshalb für Prepaid-Kreditkarten einige unterschiedliche Abrechnungsmodelle etabliert, die jeweils auf unterschiedliche Ertragsquellen setzen. Neben der klassischen Abrechnung mit einer Jahresgebühr gibt es auch Varianten, die eine Jahresgebühr und eine zusätzliche prozentuale Gebühr pro Aufladung verlangen. Deshalb sollten Sie die Bedingungen genau lesen, bevor Sie sich für eine Kreditkarte entscheiden.

Je nach tatsächlicher Nutzungshäufigkeit und pro Jahr ausgegebenem Betrag gibt es für Wenignutzer bei den Kreditkarten leider keinen eindeutigen Testsieger. Sehen Sie sich in den Angeboten der Banken und Kreditkartenunternehmen am besten gründlich um und vergleichen Sie.

Weitere Tipps zum Thema:
Die richtige Kreditkarte für Selbständige

Die richtige Kreditkarte für jeden Nutzer:
SchülerJugendliche & TeenangerBeamte
RentnerWenignutzer & GelegenheitsnutzerSelbständige
StudentenFirmenSohn oder Tochter
Vielflieger & VielreisendeExistenzgründerAzubis (Auszubildende)
BackpackerEheleuteFreiberufler
Geschäftsreisende