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Todesfall: Kontoauflösung bei der Sparkasse

Redaktion  -  Mrz 23, 2011

KontoauflösungWas ist zu tun, wenn man nach einem Todesfall eine Kontoauflösung bei der Sparkasse beantragen möchte? Wir geben Ihnen wichtige Informationen bezüglich rechtlicher und testamentarischer Aspekte, sagen Ihnen, ob Sie mit Kosten und Gebühren rechnen müssen und zeigen Ihnen was es noch zu beachten gilt.

Im Todesfall geht ein Konto bei der Sparkasse an den oder die Erben über. Diese können über das Guthaben verfügen oder müssen, wenn sie das Erbe angenommen haben, Rückstände ausgleichen. Dies wäre der Fall, wenn das Konto überzogen ist, weil etwa ein Dispositionskredit in Anspruch genommen wurde.

Kontoauflösung bei der Sparkasse

Viele Erben wollen das Konto im Todesfall des Erblassers nicht weiterführen. Es besteht die Möglichkeit, eine Auflösung des Kontos herbeizuführen. In diesem Fall muss ein Negativsaldo ausgeglichen werden, ein eventuelles Guthaben wird auf ein Konto überwiesen, welches vom Erben angegeben werden muss. Für eine Kontoauflösung im Todesfall muss der Erbe seinen Status durch einen Erbschein oder durch ein gültiges Testament nachweisen. Dies gilt auch für den Fall, dass der Erbe zu Lebzeiten des Kontoinhabers verfügungsberechtigt war.

Wenn es sich um ein Gemeinschaftskonto handelte, reicht die Sterbeurkunde, um nachzuweisen, dass nunmehr eine alleinige Verfügungsberechtigung besteht. Ansonsten werden viele Sparkassen auch bei Vorliegen eines Testaments einen Erbschein verlangen. Diesen kann man beim zuständigen Nachlassgericht beantragen. Dieses prüft dann, ob weitere Testamente vorliegen, und wird ihn ausstellen, wenn dies nicht der Fall ist. Die Kontoauflösung muss vom zweiten Kontoinhaber oder von den Erben des Verstorbenen bei der Sparkasse unterschrieben werden, aus diesem Grund ist ein persönliches Erscheinen unbedingt notwendig.

Gebühren bei der Auflösung eines Kontos

Bei einem normalen Girokonto darf die Sparkasse im Todesfall keine Gebühren verlangen, und es gilt auch keine Kündigungsfrist. Ist ein persönliches Erscheinen aufgrund einer hohen Entfernung zum Wohnort des Verstorbenen nicht möglich, kann die Kontoauflösung mitunter auch von einer Filiale vorgenommen werden, die sich in der Nähe befindet. Auch ein schriftliches Verfahren ist denkbar, für welches auch keine Gebühren anfallen dürfen. Handelt es sich jedoch nach einem Todesfall um die Kontoauflösung eines Festgeldkontos, kann die Sparkasse Gebühren verlangen, wenn es vorfristig aufgelöst werden soll.

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