Kreditkarte mit Girokonto: Vorteile und Nachteile

Frau mit Konto und Kreditkarte
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Viele Kreditkarten werden nur mit einem angebundenen Girokonto angeboten. Dieser „Zwang“ seitens den Anbieters muss aber kein reiner Nachteil sein. Die Kombination kann auch einige Vorteile mit sich bringen.

Warum sind Kreditkarte häufig nur mit angebundenem Girokonto erhältlich?

Zunächst sei der Unterschied zwischen Kreditkarten Emittent und Anbieter erklärt, weil beide Begriffe häufig verwechselt werden. Bekannte Emittenten sind unter anderem Visa, Mastercard, American Express oder Diners Club International. Wenn Sie eine Kreditkarte möchten, wenden Sie sich in der Regel an einen Anbieter. Der kann entweder eine Filialbank oder Direktbank sein oder aber ein Institut, dass ausschließlich auf das Geschäft mit Kreditkarten spezialisiert ist.

Banken nehmen den weitaus größten Teil der Anbieter ein und vergeben Kreditkarten bevorzugt in Kombination mit Girokonten. Der Sinn liegt weder im oft kostenfreien Girokonto, noch in der ebenso kostenlosen Kreditkarte, er findet sich vielmehr im daraus entstehenden Anschlussgeschäft über den Dispokredit.

Zudem ist zur Beantragung von Karte und Konto eine Bonitätsprüfung erforderlich, kommen beide Komponenten gemeinsam zum Angebot, lässt sich die Prüfung wesentlich einfacher gestalten. Für Kunden sind derartige Offerten mit vielen Vorteilen, aber auch mit einigen negativen Aspekten verbunden.

Nachteile von Kreditkarten mit Girokonto?

Genau genommen kommt auf Sie nur ein einziger Nachteil zu: Sie müssten, um in den Genuss einer kostenfreien Kreditkarte zu kommen, ein neues Girokonto beantragen. Das bedeutet, den Anbieter wechseln oder ein Zweikonto führen.

Den zweiten potenziellen Nachteil können Sie durch einen Vergleich im Vorfeld weitgehend ausschalten. Es geht darum, dass einige Kombi-Angebote nur mit Debitkarte zutage treten. Und bei denen belasten alle Transaktionen innerhalb von sieben Tagen Ihr Girokonto.

Vorteile bei einer Kombination von Girokonto und Kreditkarte

Zunächst können Sie sich als Neukunde oft auf attraktive Prämien freuen, welche allerdings nicht vorrangig die Entscheidung beeinflussen sollten. Wesentlich wichtiger ist die transparente Übersicht in Bezug auf Ihre privaten Finanzen, da nur eine Bank für Kartenumsätze und Kontoführung zuständig ist.

Sie müssen nur einmal den Anbieter wechseln und haben in der Regel die Option auf kostenlose Partnerkarten. Ihr Verfügungsrahmen ist bereits zu Beginn vergleichsweise hoch (optimale Bonität vorausgesetzt) und die ausgebenden Institute bieten Ihnen meist weltweiten Bargeldservice mit optimalen sowie kostenfreien Karten an.

Damit Sie die für Ihre Bedürfnisse richtige Entscheidung treffen können, widmen wir uns nachfolgend beachtenswerten Aspekten.

Was gibt es bei kombinierten Angeboten zu beachten?

Paar mit Kreditkarte
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Wählen Sie einen Anbieter, der Ihnen Girokonto und Kreditkarte dauerhaft und nicht nur befristet kostenlos anbietet.

Darüber hinaus sollte die Kreditkarte weltweit beim Einkauf auf Akzeptanz treffen und Ihnen an möglichst vielen Automaten das Abheben von Bargeld ohne zusätzliche Gebühren ermöglichen.

Alle bisher genannten Kriterien werden von Direktbanken meist besser erfüllt als von klassischen Filialbanken. Doch gilt es unter den online agierenden Instituten einen Anbieter, mit neuestem Transaktionsverfahren zu finden. Als besonders sicher gelten derzeit Direktbanken, die TAN-Generatoren verwenden oder die Nummern zu den Transaktionen per SMS versenden.

Ein ebenfalls wichtiger Entscheidungsgrund ist die Höhe der Dispozinsen bei geduldeter Überziehung des Girokontos. Seien Sie hier bitte besonders kritisch, da einige Anbieter mit Geldgeschenken zur Kontoeröffnung locken und Ihnen diese danach mit überhöhten Zinsen wieder wegnehmen. Sollten Sie viel über die Kreditkarte einkaufen, achten Sie zudem bitte auf ein möglichst langes Zahlungsziel und bei Bedarf auf die Option Ratenzahlung.